dietagesmutter.at 


Kann mein Kind auch für 30 oder 40 Stunden von Ihnen betreut werden?

Nein. Weil die Fremdbetreuung im Alter von unter drei Jahren laut seriöser Forschungen (zB. Wiener Kinderkrippenstudie von Datler und Ahnert; Prof. Dr. Eva Rass u.v.a.) nicht ideal für die Entwicklung und die Bindung der Kinder ist. Die Kinder sind einem Stress ausgesetzt, der umso größer ist, je mehr Stunden sie fremdbetreut werden. Dieser konnte durch Messung des Cortisolspiegels nachgewiesen werden. 

Um den Kindern die Anpassungsleistung an eine Fremdbetreuung zu erleichtern (und damit den Stress deutlich zu reduzieren), ist es wichtig, Kinder unter drei Jahren nur wenige Stunden betreuen zu lassen und den bestmöglichen Betreuungsschlüssel zu gewährleisten. Wobei hier dazu zu sagen ist, dass eine Kontinuität der erweiterten Bezugspersonen zu beachten ist. Diese ist in einer Kindergruppe oder in einer Kinderkrippe leider nicht gegeben. Hier gibt es mehrere BetreuerInnen, welche sich auch abwechseln, krank sind, im Urlaub oder auf Fortbildung sind. 

Daher betreue ich maximal 5 Kinder, bin hier die einzige Betreuungsperson und habe die Kinder maximal 25 Stunden bei mir, wobei der Großteil der Eltern die Kinder nur in der Kernzeit bringt. (20 Std)


In den von mir angebotenen Kursen sind die Kinder sogar nur 6 Stunden wöchentlich bei mir. Der Kurs "Betreuung soft" dient hierbei vorwiegend der sanften Eingewöhnung der späteren Tageskinder.


Wie läuft die Eingewöhnung ab?

Idealerweise beginnt das Kind mit dem Kurs "Betreuung soft", welches es ab 10 Monaten besuchen kann, und zwar solange, bis es sicher eingewöhnt ist und ein Platz in der Vormittagsgruppe frei ist. Damit ist eine langsame Eingewöhnung in einer besonders kleinen Gruppe von maximal vier Kindern gewährleistet. Die Eingewöhnung startet dabei mit einigen Treffen am Spielplatz. Hier haben Sie und Ihr Kind die Möglichkeit, die anderen Kinder und mich in einer neutralen Umgebung kennen zu lernen. Bei den ersten Termin in den Räumlichkeiten begleiten Sie Ihr Kind, damit wir  eine Bindung zueinander aufzubauen können. Diese ermöglicht Ihrem Kind, die kurzfriste Trennung von Ihnen positiv zu verarbeiten.


Tipp: bitte während der ersten zwei Monate nicht in den Urlaub fahren, abstillen oder sonstige Veränderungen im Tagesablauf vornehmen. So erleichtern Sie dem Kind die Umstellung der Betreuungssituation. Auch ist es nicht ratsam, kurze Zeit nach der Geburt eines Geschwisterkindes, mit einer Betreuung zu beginnen. Besser schon in einer

 frühen Phase der Schwangerschaft, oder erst einige Monate nach der Geburt.

Das Lieblings- Stofftier, die Schmusedecke oder der Schnuller dürfen während der Eingewöhnungszeit natürlich mit. Falls Ihr Kind keines hat: getragenes Schlafshirt von der Bezugsperson verknoten und als Schmusedecke mitgeben- riecht vertraut ;)

Nach meiner Erfahrung sind Eingewöhnungen in einem Alter von etwa 10- 12 Monaten für die Kinder am einfachsten zu verarbeiten. Auch mit 2 Jahren klappt es recht reibungslos. Schwierig gestaltet sich leider häufig die Eingewöhnung mit etwa 18 Monaten. Wenn Sie es sich also einteilen können, kann ich Ihnen nur wärmstens raten, Ihr Kind entweder früher, oder eben erst mit 2 Jahren in eine Fremdbetreuung zu bringen. In diesem Zeitfenster findet eine wichtige Entwicklung zur Entdeckung des Selbst statt, welche aber wieder den "sicheren Hafen" der Bezugsperson verstärkt benötigt. (nach dem Motto: "lass mich gehen, aber halt mich fest")


Was passiert, wenn die Eingewöhnung nicht klappt?

Es gibt keine Garantie für eine erfolgreiche Eingewöhnung. Hilfreich ist, wenn sich die Eltern wirklich sicher sind, dass Sie ihr Kind betreuen lassen möchten, dass sie es loslassen können. Wer eventuell unbewusst das Kind nicht gehen lassen kann, hindert es daran, sich anderen zu öffnen. . Ich gebe dem ganzen Prozess erstmal einen Monat Zeit. Danach entscheide ich individuell, ob wir es noch weiter versuchen, das Kind einfach mehr Zeit braucht, oder ob ich die Betreuung abbreche, weil es für eben dieses Kind in ebendieser Gruppe keinen Sinn macht, es weiter zu versuchen. Vielleicht ist das Kind noch nicht soweit. Vielleicht kommt es mit den anderen Kindern nicht klar, oder vielleicht bin ich ihm nicht sympathisch. Auch im Erwachsenenalter sind uns nicht alle Personen "grün".  Ich setze ein Kind diesem Stress nicht aus, sondern beende die Betreuung. Für die Eltern bedeutet das dann auch, sich eine Alternative zu suchen. Sei es eine andere Tagesmutter/ein anderer Tagesvater, oder eine private eins zu eins Betreuung. Oder eben auch, den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu verschieben.

In einer anderen Gruppe kann es aber auch leicht passieren, dass sich das Kind pudelwohl fühlt. Auch ich habe schon Kinder übernommen, die in anderen Einrichtungen nicht bleiben wollten, sich hier aber sehr schnell sehr wohl gefühlt haben.

Welche  Leistungen sind in der Tageskinder-Betreuung inkludiert? 

studierte Pädagogin mit Berufserfahrung seit 2005

familiäre Kleinstgruppe von max. fünf Kindern

täglich frisch gekocht

Spielgeräte nach Pikler-Vorbild

viele Spielsachen aus natürlichen Materialien

​Bewegungsförderung

Ausflüge in die Parkanlagen der Umgebung

Babyzeichensprache

schwimmen im hauseigenen Badeteich

kindersichere Terrasse mit abgesicherten Bienenstöcken

kreatives Gestalten und musikalische Früherziehung (vorwiegend in der kalten Jahreszeit)

Kindervitaltraining (mit Entspannungstraining, Sinneswahrnehmung, Bewegungsförderung und Körperwahrnehmung)

50qm kindgerechte Räumlichkeiten

Wie kann ich mein Kind bei Ihnen anmelden?

Bitte senden Sie mir eine email an [email protected] Ich werde Sie dann mit Erstinfos und Terminvorschlägen kontaktieren. Eine Anmeldung ist prinzipiell nur nach einem Kennenlernen möglich, denn die gegenseitige Sympathie zwischen Ihnen und mir sowie zwischen Ihrem Kind und mir ist essentiell für eine funktionierende, liebevolle und qualitätsvolle Betreuung.


Was ist Ihnen persönlich bei der Erziehung der Kinder wichtig?

Wichtig ist mir zu allererst, das sich die Kinder geborgen und beschützt fühlen. Dass sie eine sichere Bindung zu mir aufbauen können, um sich ungehindert entfalten zu können und die Trennung von den Bezugspersonen positiv verarbeiten können. Daher folge ich den Empfehlungen der aktuellen Bindungsforschung nach den Ergebnissen der Forschung der Wiener Kinderkrippenstudie.

Erziehungstechnisch lege ich selbst wert darauf, dass Kinder, aus denen ja einmal Erwachsene werden, auch gewisse Umgangsformen erlernen. Dazu gehören "bitte" und "danke", oder "darf ich bitte..." anstelle von "ich will..." oder "ich bin durstig." (Danke für die Info, dass du durstig bist. Und was möchtest du?)

Weiters bin ich sehr dahinter, dass ich mit den Kinder richtig spreche. Was meine ich damit: Ein Kind muss immer wieder umlernen, wenn es erst lernt "wau-wau", danach "Hundi" und irgendwann ist es dann endlich doch ein "Hund". Dieses Umlernen erspare ich den Kindern. Und appelliere an alle Eltern, dasselbe zu tun.

Des Weiteren ist es essentiell für das eigene positive Körpergefühl, auch den eigenen Körper zu kennen. Und dazu gehört, ihn auch zu benennen. Der Penis heißt Penis. Oder auch Glied, wem das lieber ist. Nicht Spatzi, Pimmel, Lulu oder sonst wie. Selbiges gilt für die Vulva. Die Vulva ist das äußerlich sichtbare Geschlechtsorgan der Frau. Die Vagina oder auch Scheide, ist das innere Teil. Da die Kinder dieses nicht sehen, sagen wir Vulva.

Wir benennen also unsere Körperteile nach deren Namen. Oder sagen Sie zu Ihrem Ohr "Pflumpfti" oder ähnlich absurdes?

Ein weiteres dieser Worte ist das häufig genutzte "Aua". Wir haben aber kein "Aua". Sondern eine "Verletzung". "Aua" ist nur ein Ausruf eines Schmerzes. Nicht die Tatsache, die diesen Schmerz schafft. Das Kind hat also kein "aua gemacht", sondern "sich verletzt".

Sie sehen schon, Sprache ist mir wichtig.

Rücksichtnahme und Respekt gegenüber anderen sind ein weiterer Grundstein meiner Erziehung. Im Alter meiner Tageskinder sehr schwierig, da ein Kind zuerst seine Wahrnehmung des "Ich" abschließen muss.

Freude am Sein, am ausprobieren, daran, Dinge alleine zu schaffen um so das Selbstbewusstsein zu stärken, sind weitere meiner Erziehungsziele. Ich möchte die Kinder wahrnehmen. Indem wer sie sind, wie sie sich gerade fühlen. Ich möchte sie stärken. In Ihrer Selbstständigkeit, ihrem Selbstbewusstsein, ihren Fähigkeiten auf sich selbst vertrauen zu können. Sich Dinge zutrauen zu können, sich aber auch selbst vertrauen zu können, wenn sie das Gefühl haben, sie schaffen es z.B. noch nicht, diesen Turm rauf zu klettern.


Gibt es feste Schlafenszeiten?

Nein, die gibt es nicht. Die betreuten Kinder sind zwischen 1 und 3,5 Jahre alt und haben sehr unterschiedliche Schlafbedürfnisse. Ich versuche diesbezüglich auf jedes Kind individuell einzugehen, sodass jedes Kind schlafen kann, wenn dies seinem körperlichen Bedürfnis entspricht. Manche Kinder schlafen unterwegs im Kinderwagen ein, manche lege ich ich in meinen Räumlichkeiten hin. Einige schlafen gerne am Sofa, andere wiederrum im Tragetuch.


Muss mein Kind aufessen?

Nein. Die Kinder essen, bis sie satt sind. Es gibt eine Vormittagsjause und Mittagessen und ich freue mich, wenn alles gekostet wird, ich stecke aber keinem Kind etwas in den Mund, wenn es etwas nicht kosten will. Auch ich esse einige Dinge nicht und möchte diese auch nicht kosten (Muscheln, Melanzani, Rosinen...)

Unterwegs habe ich keine Mahlzeiten mit. Aber die Wasserflaschen.


Darf ich in Ihre Räumlichkeiten mit rein kommen?

Bei unserem Kennenlerntermin sehen Sie meine Räumlichkeiten. Ebenso an den ersten beiden Tagen der Eingewöhnung.

Ansonsten ist nach der Vorzimmertüre elternfreie Zone. Erstens, weil diese Grenze für die Kinder wichtig ist um zu verstehen, "ab diesem Punkt, ist die Vali für mich da". 

Derzeit arbeite ich noch in meinen privaten Räumlichkeiten, in welchen meine Familie und ich gemeinsam leben.

Ab Herbst 2021 werden diese um zwei Extrazimmer erweitert, welche dann ausschließlich für die Betreuung meiner Tageskinder und die Durchführung meiner Kurse zur Verfügung stehen. 

Seit wann arbeiten Sie als Tagesmutter und welche Ausbildung haben Sie?

Ich arbeite seit 2005 als Tagesmutter, habe Pädagogik studiert, die Ausbildung zur Tagesmutter gemacht sowie die Bewilligung des Jugendamtes erhalten. Zusätzlich absolviere ich jedes Jahr pädagogische Weiterbildungen und auch sonst interessiere ich mich für aktuellen Forschung im Bereich Kleinstkindpädagogik, Bindungstheorien und Hirnforschung.

Wie viele Kinder betreuen Sie?

Vormittags unter der Woche betreue ich maximal fünf Kinder gleichzeitig. In meinen Kursen sind es üblicherweise nur drei. 

Ich möchte mein Kind nur wenige Stunden betreuen lassen. Ist das möglich?

Wenn Sie für Ihr Kind die Förderung beziehen möchten, so müssen Sie es regelmäßig mindestens 16 Stunden pro Woche zur Betreuung bringen. 

Gerne können Sie Ihr Kind aber für einen Kurs anmelden. (zb.:Betreuung soft) Diese Kurse finden ohne Beisein der Eltern statt, sodass Sie hier einige wenige Stunden auch ohne Ihr Kind etwas unternehmen können,. (auch Eltern brauchen regelmäßige Auszeiten ;) 


Wann sind die Zahlungen fällig?

Der Elternbeitrag für die Betreuung der Tageskinder  ist 12mal jährlich im Voraus auf mein Konto zu überweisen.

Die Kaution ist nach dem Probemonat zu überweisen.

Die Zahlung für die Kurse erfolgt zum Teil monatlich, zum Teil sind es aber Einmalzahlungen (zB "fridayfun").

 

Kann ich Ihre Räumlichkeiten mieten?

Die voraussichtlich ab Herbst erweiterten beiden Räume, welche ich ausschließlich für die Betreuung der Tageskinder und die Durchführung meiner Kurse nutzen werde, stehen eventuell für weitere Kinderkurse zu Verfügung. Sollten Sie also Kurse für Kinder anbieten wollen, (Eltern-Kind-Kurse, Yoga, Gesangsunterricht, Kreatives gestalten, Musikalische Frühförderung, Kindergeburtstag im kleinen Rahmen, Kasperltheater...) dann können Sie sich gerne bei mir melden.


Haben Sie selbst Kinder?

Ja. Ich bin seit 2004 Mutter; habe drei leibliche Kinder sowie drei Stiefkinder.